23.06.2026

Programm 2026

Zu den NS-Opfern, die zwischen 1933 und 1945 in die Tübinger Anatomie gebracht wurden, gehören auch 41 Polen, die von der Gestapo ohne ein Gerichtsverfahren hingerichtet, das heißt erhängt worden waren, an einem mobilen Galgen oder an einem Baum.

Es waren Zwangsarbeiter. In der Regel wurden sie wegen sozialen Kontakten zu deutschen Frauen exekutiert. Fast immer waren sie denunziert worden. Die betroffenen Frauen mussten eine öffentliche Demütigung, oft auch einen Schandgang und das Scheren ihrer Haare über sich ergehen lassen. Die Angehörigen der Ermordeten haben zumeist erst Jahrzehnte später erfahren, wo ihr Familienmitglied begraben liegt.

Die Veranstaltungsreihe, die die Initiative Erinnerungsort Gräberfeld X e.V. organisiert, will auf das besondere Schicksal dieser Gruppe von Opfern der NS-Gewaltherrschaft, die auf dem Tübinger Anatomiegräberfeld verscharrt wurden, aufmerksam machen. Zum Holocaustgedenktag hat bereits ein Gedenk-Gang an diese Menschen erinnert.

Nun sollen weitere Führungen und Vorträge die Verbrechen in ihrem Kontext schildern und historisch einordnen.

Alle Vorträge werden hybrid veranstaltet. Für die Zugangsdaten melden Sie sich gerne unter info@graeberfeldx.de!